
Das heutige Schulmuseum ist das älteste der drei bekannten Schulgebäude im Ort. Nachweislich wurde es bereits ab dem Jahr 1795 bis über das Jahr 1841 hinaus als Schule genutzt und stellt damit ein bedeutendes Zeugnis der örtlichen Bildungsgeschichte dar.
Nachdem das Gebäude über viele Jahre hinweg dem Verfall preisgegeben war und aufgrund seines schlechten baulichen Zustands – teilweise in Fachwerkbauweise – bereits vom Abriss bedroht war, konnte es 1992 gerettet werden. Ab 1993 begann mit großem Engagement die Sanierung des Hauses. Diese erfolgte unter anderem im Rahmen der Aktion 55 sowie durch ABM-Maßnahmen und wurde tatkräftig von Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde unterstützt.
Zum Sensenfest im Jahr 1996 konnte das Gebäude schließlich mit fertiggestelltem Erdgeschoss und neu gestalteter Fassade feierlich als Schulmuseum eingeweiht werden. Der weitere Ausbau des Hauses sowie die Beschaffung der Einrichtung und der Ausstellungsstücke lagen anschließend in der Verantwortung des Vereins, der das Museum bis heute betreut und weiterentwickelt.
Im Erdgeschoss befindet sich die historische Schulstube. Der ehemalige Stall wurde zu einem Vereinszimmer umgebaut, an das sich eine kleine Küche anschließt. Zudem steht eine von außen zugängliche Toilette zur Verfügung. Im Obergeschoss ist die frühere Lehrerwohnung untergebracht. Diese besteht aus einem kombinierten Koch- und Wohnraum auf der rechten Seite sowie einem Schlafzimmer auf der linken Seite des Flurs.
Auch der ehemalige Heuboden wurde ausgebaut und beherbergt heute eine umfangreiche Sammlung von Anschauungsmaterialien und Gebrauchsgegenständen aus verschiedenen Epochen der Ottenhainer Schulgeschichte. Ergänzt wird das Museum durch ein liebevoll gestaltetes Außengelände, das den historischen Charakter des Ensembles abrundet.
